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Wanderungen Und Die Levadas

Wenn Sie Madeira besuchen, werden Sie erkennen, dass eine Wanderung viel mehr bedeutet, als einfach nur eine gewisse Strecke abzumarschieren. Wandern auf Madeira ist eine intensive Erfahrung, an der alles faszinierend und schön ist.

 

Um all die beeindruckenden, atemberaubenden Landschaftsformen der Insel kennenzulernen, gibt es nichts Besseres, als zu Fuß die Wanderwege zu bezwingen, die an den als „Levadas“ bezeichneten künstlichen Wasserläufen entlangführen. Auf der ganzen Insel gibt es verschiedene Arten von Wanderstrecken. Einige davon sind weniger anspruchsvoll und eignen sich vor allem für ungeübte Wanderer und all diejenigen, die einfach nur faszinierende Erinnerungen unter freiem Himmel sammeln wollen.

MOT

Unsere Wanderwege sind mit aufregenden einzigartigen Aktivitäten gespickt und führen durch die schönsten Landschaften der Welt. Erleben Sie jedes Detail dieser fantastischen Umgebung und landschaftlichen Schönheit, die Sie umgibt und entdecken Sie die Aktivitäten in Ihrem eigenen Tempo!

Erforschen

Andere Strecken werden hingegen viel mehr von Ihnen abverlangen, Sie jedoch gleichzeitig auch mit der üppigen Natur begeistern, die Sie bei einer solchen Wanderung erforschen können. Insgesamt warten auf Madeira mehr als 2.000 km Wanderwege zwischen 0 und 1.861 m Seehöhe darauf, von Ihnen erkundet zu werden. Die Strecken im Zentralgebirge und Norden der Insel sind vor allem Bergwanderstrecken. Im Süden finden Sie vorwiegend leichter zugängliche Wanderwege.

Wo zeichen

spots

Desertas
Porto Santo
Madeira

Levadas

Caminho do Pináculo e Folhadal

Schwierigkeitsgrad
Mittel–Hoch
Länge:
15,5 km
Dauer:
6.30 Std.
Beschreibung:

Der Wanderweg beginnt bei der Regionalstraße E.R. 110, bei der Steigung von Encumeada nach Paul da Serra (Lombo do Mouro). Die Strecke verläuft durch das Gebiet von Bica da Cana, Casa do Caramujo und Folhadal. Unser Weg führt an der Levada da Serra und der Levada do Norte entlang und durchquert ein herrliches Gebiet mit der natürlichen Vegetation des Lorbeerwaldes, z. B. dem Madeira-Fingerwurz (Dactylorhiza foliosa), dem Riesenhahnenfuß (Ranunculus cortusifolius), Margeriten (Argyranthemum pinnatifdum) und anemonenblättrigen Storchschnäbeln (Geranium palmatum). Er endet bei der Abzweigung von Encumeada. Entlang der Strecke liegt die herrliche Landschaft der Täler von São Vincente und Ribeira Brava sowie die Gebirgskette des Zentralmassivs, wo die Spitzen des Pico Ruivo und des Pico do Areeiro hervorstechen. Hier fnden wir auch zahlreiche Levadas und Tunnel. An einem bestimmten Punkt gabelt sich die Levada und der Weg folgt nun dem Fußpfad der Levada do Norte. Nach dem letzten Tunnel erreichen wir das Gebiet von Folhadal. Bei Encumeada gelangen wir dann zum Wanderweg PR1.3 – Vereda da Encumeada, der zum Pico Ruivo führt.

Caminho Real da Encumeada

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
12,5 km
Dauer:
6 Std.30
Beschreibung:

Der Pfad beginnt beim Aussichtspunkt Boca da Encumeada und führt am Fuße der höchsten Berge der Insel Madeira durch einen Teil des Zentralmassivs. Der ursprünglich gepflasterte „Caminho Real“, der königliche Weg, war ehemals einer der wichtigsten Wege für die Bewohner der Insel. Mitten in der Landschaft können wir das Tal von Curral das Freiras sehen, in dem ein kleines, von hohen Bergen umgebenes Städtchen liegt. Hierher flüchteten sich die Nonnen des Klosters Santa Clara, als die Stadt Funchal 1566 von Piraten überfallen wurde. Während unserer Wanderung stoßen wir auf verschiedene Wasserläufe, die die den Lorbeerwald mit Wasser versorgen. Typische Pflanzen sind der Kanarenlorbeer (Laurus novocanariensis), der Madeira-Mahagoni (Persea indica), der Stinklorbeer (Ocotea foetens) und Margeriten (Argyranthemum pinnati fdum). Bei der heimischen Fauna können wir Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus madeirensis), Mäusebussarde (Buteo buteo harterti), Turmfalken (Falco tinnunculus canariensis), Silberhalstauben (Columba trocaz) und Gebirgsstelzen (Motocilla cinerea) beobachten.

Caminho Real do Paúl do Mar

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
1,8 km
Dauer:
1.20 Std
Beschreibung:

Der Weg ist kurz, aber angenehm. Er verläuft von der Gemeinde Prazeres immer Hang abwärts zwischen einigen Terrassenfeldern, den sogenannten „poios“, hindurch, bis nach Paul do Mar. Vor dem Abstieg nutzen wir die Gelegenheit für einen Besuch auf der Quinta Pedagógica dos Prazeres, dem pädagogischen Bauernhof von Parzeres. Hier können wir verschiedene Tiere beobachten, einen aromatischen Tee und hausgemachte Süßspeisen aus Obst probieren. Wir steigen am Hang von Assomadouro (Aussichtspunkt) nach Paul do Mar hinab und genießen die herrliche Aussicht auf Jardim do Mar und Paul do Mar. Der Pfad, der sich am Hang entlang schlängelt, ist mit kleinen Pflasterstufen versehen. Er ist historischer Beleg dafür, wie isoliert die früheren Siedlungen waren und wie schwer es die Menschen früher hatten, Distanzen zu überwinden. Die Wasserfälle und die hier oben wachsenden endemischen Pflanzen, wie die Natternköpfe (Echium nervosum) und die sogenannte Fischfang-Wolfsmilch (Euphorbia piscatoria), bereichern den Weg. In Paul do Mar, früher ein wichtiges Fischereizentrum, sind noch die Überreste der Salinen, der Kamin der Konservenfabrik aus dem Jahr 1912 und der Zuckerrohrmühle zu sehen.

Levada da Fajã do Rodrigues / Ribeira do Inferno

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
3,9 km (+ 3,9 km Rückweg)
Dauer:
3.30 Std.
Beschreibung:

Der Pfad beginnt in Ginjas, in São Vicente, und folgt dem Fußweg der Levada da Fajã do Rodrigues (Levada da Fajã da Ama). Er endet bei der Quelle der Levada in Ribeira do Inferno. Zwischen den zahlreichen und langen Tunneln dieser Levada bieten sich herrliche Panoramablicke auf das Tal von São Vicente. Die Levada nimmt ihren Ausgang im Flussbett der Ribeira do Inferno und schlängelt sich entlang der Gebirgsrücken und Täler bis zu den Feldern von São Vicente. Der exotische Wald mit Seekiefern (Pinus pinaster) und Eukalyptusbäumen (Eucalyptus globulus) am Anfang des Weg wandelt sich zur typischen dichten Vegetation des Lorbeerwaldes. Die Wasserläufe sind Grundlage vieler Arten, z. B. der Kanarenweiden (Salix canariensis), der großen Stinklorbeeren (Ocotea foetens), der MadeiraMahagonis (Persea indica) und der Maiblumenbäume (Clethra arborea). Hier fnden wir auch Pflanzen wie den anemonenblättrigen Storchschnabel (Geranium palmatum), den Margeriten (Argyranthemum pinnati fdum), den Madeira-Fingerwurzen (Dactylorhiza foliosa) und den Riesenhahnenfüßen (Ranunculus cortusifolius). Aber auch Vögel können wir hier beobachten, so z. B. den Madeira-Buchfnk (Fringilla coelebs madeirensis) und das kleinen Sommergoldhähnchen (Rugulus ignicapillus madeirensis).

Levada do Caldeirão Verde

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
6,5 km (+ 6,5 km Rückweg)
Dauer:
5.30 Std.
Beschreibung:

Die Levada, ein beeindruckendes Bauwerk aus dem 18. Jh., beginnt im Parque Florestal das Queimadas (Waldpark). Sie folgt, in 980 m Höhe, dem Fußweg der Levada do Caldeirão Verde im Kreis Santana. Die für landwirtschaftliche Zwecke errichtete Levada führt den Wanderer in das tiefe Tal der Ribeira de São Jorge, wo das Gebirge im Innern der Insel und die von Menschenhand geschaffenen Bauten spektakuläre Szenarien bieten. Auf dem Weg fnden sich unter anderem herrliche Sicheltannen (Cryptomeria japonica), Rotbuchen (Fagus sylvatica), KanarenWacholder (Juniperus cedrus), MadeiraHeidelbeeren (Vaccinium padifolium), Picconien (Picconia excelsa) und jahrhundertealte Heidekräuter (Erica scoparia). Bei den heimischen Vogelarten können wir hier den Madeira-Buchfnk (Frigilla coelebs madeirensis), das Goldhähnchen (Regulus ignicapillus madeirensis) und die Silberhalstaube (Columba trocaz) entdecken. Nach dem vierten Tunnel auf dem Weg taucht links das Becken des Caldeirão Verde auf. Um zu dem See, der von einem aus circa 100 Meter Höhe herabstürzenden Wasserfall gebildet wurde, zu gelangen, muss man nur ein paar Meter dem Flussbett folgen.

Levada do Furado

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
11 km
Dauer:
5 Std.
Beschreibung:

Die bei Ribeiro Frio beginnende Levada gehört zu den ältesten öffentlichen Levadas und wurde vom Staat zur Bewässerung der Felder von Porta da Cruz errichtet. Der Pfad, der auf 860 m Höhe verläuft, führt am Ende bis nach Portela hinab. Wir folgen zu Beginn der Wanderung dem Fußweg der Levada da Serra do Faial bis zum Wasserhaus von Divisão de Águas, um dann nach Lamaceiros hinabzusteigen. Der Weg endet am Miradouro da Portela, im Kreis Machico. Entlang der Levada können wir einige Pflanzen des ursprünglichen Waldes der Insel, des Lorbeerwaldes, sehen, insbesondere den Kanarenlorbeer (Laurus novocanariensis), den Maiblumenbaum (Clethra arborea), den Stinklorbeer (Ocotea foetens) und den MadeiraFingerwurz (Dactylorhiza foliosa). Auch das kleine Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus madeirensis) und den furchtlosen Madeira-Buchfnk (Fringilla coelebs madeirensis) können wir hier entdecken. Mit etwas Glück stoßen wir auch auf die Silberhalstaube (Columba trocaz), eine endemische Vogelart der Madeira Inseln.

Levada do Moinho

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
10,3 km
Dauer:
3.30 Std
Beschreibung:

Der Pfad beginnt bei der Regionalstraße E.R. 101, bei der Ribeira da Cruz, die die Kreise Porto Moniz und Calheta trennt. Von der Straße müssen wir etwas bergauf steigen, um zur Levada zu gelangen. Wenn wir dem Wasser entgegen wandern, gelangen wir zu einer der Quellen, die diese Levada mit Wasser versorgen. Um nach Junqueira zu gelangen, müssen wir umkehren und dem Wasser folgen. Wir stoßen auf zahlreiche Abzweigungen, die das Wasser von der Levada zu Wassertanks führen. Die Levada Grande ist auch unter dem Namen Levada do Moinho bekannt, da sich an ihrem Lauf früher mehrere Mühlen (Moinhos) befanden, von denen drei noch als Ruinen erhalten sind (Moinho das Achadas, Moinho das Cancelas und Moinho da Levada Grande). Die Levada ist eine sogenannte „Levada de heréus“. Sie wurde von den Benutzern auf eigene Kosten errichtet und durfte nur von diesen genutzt werden. Der Pfad endet bei Tornadouro in Junqueira, wo sich die Levada teilt.

Levada do Rei

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
5,1 km (+ 5,1 km Rückweg)
Dauer:
3.00 / 3.30 Std
Beschreibung:

Der Pfad zur Levada do Rei beginnt beim Wasserwerk von Quebradas, in São Jorge, und endet bei Madre da Levada, in Ribeiro Bonito. Anfangs führt uns der Weg durch einen Mischwald, in dem sich einige einheimische Arten fnden, und bietet dann einen Blick auf die Ackerflächen von São Jorge und Santana. Auf halbem Weg führt die Levada, die immer entlang der dem Inselinneren zugewandten Bergseite verläuft, in ein üppiges, ursprüngliches Waldgebiet. Am Ende der Strecke, im Gebiet von Ribeiro Bonito, werden wir Zeuge des Naturreichtums der Insel Madeira, der sich an der dichten Pflanzendecke des Lorbeerwalds zeigt. Hier, in der intensiven Natur mit viel Wasser und Vegetation, wachsen Bäume wie der Stinkende Lorbeer (Ocotea foetens), der Azoren-Lorbeer (Laurus azorica) oder die Indische Persea (Persea Indica), aber auch Vögel wie Buchfnken (Fringilla coelebs madeirensis) kommen hier vor. Nutzen Sie die Wanderung auch für einen Besuch der jahrhundertealten Wassermühle von São Jorge.

Levada dos Cedros

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
5,8 km
Dauer:
3 Std.
Beschreibung:

Der spektakuläre Pfad beginnt in Fanal, auf der Hochebene von Paul da Serra, und führt durch den Lorbeerwald. Von der Regionalstraße E.R. 209 bei Fanal ausgehend folgt der Weg der Levada dos Cedros und bringt uns über die Verbindung zum Wanderweg PR 15 – Vereda da Ribeira da Janela zur Gemeinde Ribeira da Janela. In der zauberhaften Gegend von Fanal, einem kleinen, wunderschönen Vulkankrater, stoßen wir auf einen jahrhundertealten Wald mit Stinklorbeer (Ocotea foetens). Die Levada dos Cedros wurde im 17. Jh. erbaut, um die auf 1000 Meter Höhe gelegenen Quellen des Lombo do Cedro zu nutzen. Entlang der Levada fnden Sie einige der folgenden endemischen Pflanzenarten: den Stinkenden Lorbeer (Ocotea foetens), die Zimterle (Clethra foetens), den Lorbeer (Laurus Nova canariensis), die Indische Persea (Persea indica) oder die MadeiraHeidelbeere (Vaccinium padifolium).

Vereda da Encumeada

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
11,2 km
Dauer:
6 Std
Beschreibung:

Der Pfad nach Encumeada beginnt einige Meter oberhalb der Berghütte Pico Ruivo. Er führt, unter ständigem Auf und Ab, auf einer Höhe von 1000 bis 1800 Metern in Richtung Encumeada. Der Wanderweg bietet extrem schöne Landschaften und ermöglicht es dem Wanderer zwei zum Europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 gehörende Ökosysteme zu durchqueren: das Zentralmassiv und der Lorbeerwald. Entlang des Weges stoßen wir auf zahlreiche Pflanzen des Lorbeerwaldes wie den Stinklorbeer (Ocotea foetens), den Maiblumenbaum (Clethra arborea), den Drüsigen Kreuzdorn (Rhamnus glandulosa), Natternköpfe (Echium candicans) und den äußerst seltenen Madeira-Fingerwurz (Dactylorhiza foliosa). Hier befnden sich auch mehrere in den Fels gehauene Höhlen, in denen die Menschen früher Schutz suchten, wenn sie Baumheiden (Erica scoparia ssp maderensis und Erica arborea) schnitten, die sie als Stecken, Feuerholz oder zur Herstellung von Holzkohle nutzten.