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Wanderungen Und Die Levadas

Wenn Sie Madeira besuchen, werden Sie erkennen, dass eine Wanderung viel mehr bedeutet, als einfach nur eine gewisse Strecke abzumarschieren. Wandern auf Madeira ist eine intensive Erfahrung, an der alles faszinierend und schön ist.

 

Um all die beeindruckenden, atemberaubenden Landschaftsformen der Insel kennenzulernen, gibt es nichts Besseres, als zu Fuß die Wanderwege zu bezwingen, die an den als „Levadas“ bezeichneten künstlichen Wasserläufen entlangführen. Auf der ganzen Insel gibt es verschiedene Arten von Wanderstrecken. Einige davon sind weniger anspruchsvoll und eignen sich vor allem für ungeübte Wanderer und all diejenigen, die einfach nur faszinierende Erinnerungen unter freiem Himmel sammeln wollen.

MOT

Unsere Wanderwege sind mit aufregenden einzigartigen Aktivitäten gespickt und führen durch die schönsten Landschaften der Welt. Erleben Sie jedes Detail dieser fantastischen Umgebung und landschaftlichen Schönheit, die Sie umgibt und entdecken Sie die Aktivitäten in Ihrem eigenen Tempo!

Erforschen

Andere Strecken werden hingegen viel mehr von Ihnen abverlangen, Sie jedoch gleichzeitig auch mit der üppigen Natur begeistern, die Sie bei einer solchen Wanderung erforschen können. Insgesamt warten auf Madeira mehr als 2.000 km Wanderwege zwischen 0 und 1.861 m Seehöhe darauf, von Ihnen erkundet zu werden. Die Strecken im Zentralgebirge und Norden der Insel sind vor allem Bergwanderstrecken. Im Süden finden Sie vorwiegend leichter zugängliche Wanderwege.

Wo zeichen

spots

Desertas
Porto Santo
Madeira

Levadas

Vereda da Ilha

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
8,2 km
Dauer:
3 Std.
Beschreibung:

Der Pfad beginnt bei der Berghütte des Pico Ruivo, dem höchsten Berg der Insel, zu dem man auf dem Wanderweg PR1.2 – Vereda do Pico Ruivo gelangt. Der Weg führt durch zwei unterschiedliche Ökosysteme, die zum Europäischen Naturschutznetz Natura 2000 gehören: das Zentralmassiv und der Lorbeerwald. Das erste System, das sich von den höchsten Gipfeln bis zu einer Höhe von 1200 m erstreckt, ist von einer Vegetation mit Kräutern und Büschen geprägt, zum Beispiel der spanischen Besen-Heide (Erica scoparia). Früher wurde die Gegend zur Herstellung von Holzkohle genutzt. Der Weg führt über den Tunnel von Vale da Lapa hinweg und kreuzt den Wanderweg PR9 – Levada do Caldeirão Verde, der im Forstpark Queimadas beginnt und dort auch wieder endet. Beim Abstieg stößt man auf den ursprünglichen Wald Madeiras, den Lorbeerwald, der auf einer Höhe von 400 bis 1200 m Höhe wächst. Besuchen Sie beim Abstieg auf der asphaltierten Straße die Achada do Marques bei Ilha, einem kleinen Weiler, der von den sogenannten „poios“ (Ackerflächen) und alten Heuschobern geprägt ist.

Vereda da Ponta de São Lourenço

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
4 km (+ 4 km Rückweg)
Dauer:
2.30 Std
Beschreibung:

Der Pfad führt über die Ponta de S. Lourenço, ein Halbinsel im Osten Madeiras, die ihren Namen der Karavelle von João Gonçalves de Zarco verdankt, einem der drei Entdecker der Insel. Die Halbinsel vulkanischen Ursprungs umfasst die Ilhéu da Cevada, auch Ilhéu dos Desembarcadouros genannt, und die Ilhéu da Ponta de S. Lourenço. Ab der Einfriedung „Muro de Pedra da Baía d´Abra“ gehört das gesamte Gebiet der Regionalregierung und ist Teil des Naturpark von Madeira. Die Halbinsel wurde teilweise, die kleine Insel Desembarcadouro vollständig zum Naturreservat erklärt. Beide sind Teil des europäischen Naturschutznetzes Natura 2000. Aufgrund des sehr trockenen Klimas und des hier herrschenden Nordwinds hat sich hier eine baumlose Bodenflora entwickelt, so dass sich die Landschaft hier vom Rest der Insel unterscheidet. Die Flora umfasst zahlreiche endemische Pflanzenarten, die nur auf der Insel Madeira vorkommen. Bei der Fauna ist, neben anderen Vögel, auf eine der größten Möwenkolonien (Larus cachinnans atlantis) hinzuweisen. Im Süden sind die Ilhas Desertas am Horizont zu erkennen, im Norden die Insel Porto Santo.

Vereda da Ribeira da Janela

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
2,7 km
Dauer:
1.30 Std.
Beschreibung:

Die fast vollständig hangabwärts verlaufende Strecke beginnt bei der Regionalstraße E.R. 209 bei Curral Falso und endet beim Ort Ribeira da Janela. Früher diente der Weg den Bewohnern als Zugang zu den südlichen Teilen der Insel, insbesondere nach Calheta und nach Ponta do Sol. In Ribeira da Janela kommen wir in einen landwirtschaftlich genutzten Bereich, in dem sich viele „poios“ befnden, eigens von den Einwohnern angelegte Terrassen, die von mühsam errichteten Steinmauern gestützt werden. Seinen Namen verdankt Ribeira da Janela dem hier gelegenen längsten Wasserlauf der Insel Madeira, mit annähernd 15.700 m. Hier können wir Silberhalstauben (Columba Trocaz) beobachten, eine endemische Vogelart, die nur auf Madeira vorkommt. Während der Zugzeit sind hier auch Vogelarten wie der Seidenreiher (Egretta garzetta) und die Stockente (Anas platyrhynchos) zu sehen. Von diesem Pfad aus gelangen wir auf die Wanderwege PR 14 – Levada dos Cedros und PR13 – Vereda do Fanal, die beide in die Gegend von Fanal führen.

Vereda das 25 Fontes e Levada do Risco

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
4,6 km (+ 4,6 km Rückweg)
Dauer:
3 Std.
Beschreibung:

Über die Regionalstraße E.R. 110 gelangen wir zu den beiden Pfaden und steigen dann bis zur Berghütte Rabaçal hinab. Die Pfade folgen zwei Levadas, die auf unterschiedlicher Höhe parallel zueinander verlaufen. Der Pfad PR 6.1 folgt der in 1000 Meter Höhe verlaufenden Levada do Risco und führt den Wanderer zu einem imposanten Wasserfall, der vertikal in eine Felsspalte stürzt. Wenn wir den PR 6 hinabsteigen, können wir die Lagoa das 25 Fontes sehen, die sich aus über 25, auf dem Hochplateau Paul da Serra gelegenen Quellen speist. Hier oben herrschen Heidekrautgewächse (Erica arbora und Erica scoparia ssp maderensis) und Madeira-Heidelbeeren (Vaccinium padifolium) vor. Auch auf den seltenen Madeira-Klebsamen (Pittosporum coriaceum) ist hinzuweisen. Diese Pflanzen sind Teil des madeirischen Lorbeerwalds, der zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt. Die beiden Levadas werden mit dem Wasser der Ribeira Grande gespeist, das für das Wasserkraftwerk von Calheta und zum Bewässern der Felder genutzt wird.

Vereda das Funduras

Schwierigkeitsgrad
Einfach
Länge:
8,7 km
Dauer:
3 Std.
Beschreibung:

Der Pfad beginnt beim Aussichtspunkt von Portela, von dem aus man die Gemeinden Porto da Cruz und Faial sehen kann. Um auf den Wanderweg zu gelangen, folgen wir der Forststraße der Serra das Funduras Unterwegs stoßen wir auf das „Casa das Funduras“, das für forstwirtschaftliche Zwecke genutzt wird. Hier gelangt man zum Aussichtspunkt auf die Stadt Machico. Der Weg, der bei Maraços endet, führt durch die typischen terrassierten Felder, die „poios“, die die Kulturlandschaft der Madeira Inseln prägen. In dem Gebirge wachsen verschiedene Pflanzen des Lorbeerwaldes, vor allem Bäume wie der Kanarenlorbeer (Laurus novocanariensis), der Stinklorbeer (Ocotea foetens), der MadeiraMahagoni (Persea indica) und der Barbusano (Apollonias barbujana). Auf der anderen Seite des Tals können wir den Golfplatz Santo da Serra sehen. Am Horizont erheben sich die Inseln Desertas über dem Meer, während sich an Land die Konturen der höchsten Berge der Inseln abzeichnen, des Pico Ruivo und des Pico Areeiro. Am Aussichtspunkt von Portela gelangen wir auf den PR 10 – Levada do Furado.

Vereda do Areeiro

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
5,6km / 7 km
Dauer:
3 Std. / 3.30 Std
Beschreibung:

Der Pfad verbindet die höchsten Berge der Insel Madeira, den Pico Ruivo (1862 m), den Pico das Torres (1851 m) und den Pico Areeiro (1817 m), und führt teilweise durch das zum Naturschutznetz Natura 2000 gehörende Zentralmassiv. Wir beginnen unsere Tour bei der Pousada do Pico do Areeiro. Nach wenigen Metern gelangen wir zum Aussichtspunkt Ninho da Manta, wo der Madeira-Sturmvogel (Pterodroma madeira), eine endemische Art der Insel, sein Nest baut. Um zum Pico Ruivo zu gelangen, umgehen wir den Pico das Torres auf einer in den Fels geschlagenen Treppe, die uns steil bergauf führt. Anschließend führt der Weg wieder bergab. Der schwierigste Teil des Pfads ist der letzte Anstieg zur Berghütte des Pico Ruivo hinauf. In der Nähe der Schutzhütte des Pico Ruivo verläuft der Wanderweg PR 1.2, der zur Achada do Teixeira führt. Bei der Achada do Teixeira kann man den „Homem em Pé“, eine Basaltsteinformation, die sich den Hang hinunter zieht und auf die man nach der Schutzhütte der Achada do Teixeira trifft.

Vereda do Fanal

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
10,8 km
Dauer:
4 Std.
Beschreibung:

Die Strecke beginnt an der Regionalstraße E.R. 209, auf der Hochebene Paul da Serra (Assobiadores), und endet am Forsthaus von Fanal. Über die Wanderwege PR 14 – Levada dos Cedros und PR 15 – Vereda da Ribeira da Janela Weg gelangen wir weiter zur Gemeinde Ribeira da Janela. Die Strecke verläuft durch ein stark bewaldetes Gebiet, in dem sich der ursprüngliche Wald der Insel hervorragend erhalten hat, der Lorbeerwald. Er zählt zum Weltnaturerbe der UNESCO und ist Teil des europäischen Naturschutznetzes Natura 2000. Bei dem kleinen Vulkankrater von Fanal, einem von der Naturschutzbehörde als „Ruhe- und Rückzugsraum“ klassifzierten Bereich, können wir die Schönheit der Gegend genießen – ein Moment reiner Entspannung. Der Ort zeichnet sich aber nicht nur durch seine imposanten, jahrhundertealten Stinklorbeerbäume aus, von denen einige noch aus der Entdeckungszeit der Insel stammen, sondern auch durch die spektakulären Landschaften, die sich hier vor den Aussichtspunkten auftun.

Vereda do Pico Branco e Terra Chã

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
2,7 km ( +2,7 km Rückweg)
Dauer:
1.30 Std
Beschreibung:

Der Pfad beginnt bei der Regionalstraße E.R. 111. Auf dem Weg, der zur Spitze des Pico Branco führt, stoßen wir auf eine enorme Felsformation, die „Rocha da Quebrada“, in die der Weg gehauen wurde. Nach dem Aufstieg, der beim Cabeço do Caranguejo endet, verläuft die Strecke durch eine mit Zypressen (Cupressus macrocarpa) bestandene Gegend bis zu einer Gabelung, die rechts nach Terra Chã und links zum Pico Branco führt, dem zweithöchsten Berg von Porto Santo. Der Pico Branco, „weiße Spitze“, verdankt seinen Namen einer weißen Steinsäule, aber auch den zahlreichen weißen Flechten (rocella sp), die hier die Felsen bedecken. Der Weg führt uns durch ein zum Naturschutznetz Natura 2000 (FFH-Richtlinie) gehörendes Gebiet, das sich durch seine vielen endemischen Pflanzen- und Tierarten auszeichnet (an Land ansässige Weichtiere oder Schnecken). Hier leben auch wichtige Seevögel wie der Gelbschnabel-Sturmtaucher (Calonectris diomedea borealis) und die Fluss-Seeschwalbe (Sterna hirundo). Die unzähligen Aussichtspunkte bieten atemberaubende Aussichten auf einen Großteil der Insel.

Vereda do Pico Ruivo

Schwierigkeitsgrad
Médio
Länge:
2,8 km (+ 2,8 km rückweg)
Dauer:
1.30 Std
Beschreibung:

Der Pfad beginnt bei der Achada do Teixeira und führt zum höchsten Berg der Insel Madeira, dem Pico Ruivo (1862 m). Beim Aufstieg stoßen wir auf verschiedene Unterstände, da rasche Wetterumschwünge die Gegend oft in ein Wolkenmeer tauchen. Bei der Berghütte Pico Ruivo gelangt man zu 3 weiteren Wegen: dem PR 1 – Vereda do Pico do Areeiro (5,1/6,4 km); dem PR 1.3 – Vereda da Encumeada (8,6 km), der zur Westseite der Insel, bis nach Encumeada führt; und dem PR 1.1 – Vereda da Ilha (8,2 km), der zur Gemeinde Ilha hinabgeht. Das Gebiet des Pico Ruivo gehört zum Naturschutznetz Natura 2000 und bildet das zentrale Bergmassiv der Insel. Es umfasst die höchsten Gipfel der Insel und reicht bis auf eine Höhe von 1200 m hinab. Hier herrschen Büsche und Heidekräuter (Erica scoparia ssp maderensis und Erica aborea) vor, die an Temperaturschwankungen, starke Regenschauer und heftige Winde gewöhnt sind. Beim Abstieg können Sie bei der Achada do Teixeira die skurrile Basaltsteinformation „Homem em Pé“ sehen.

Vereda dos Balcões

Schwierigkeitsgrad
Einfach
Länge:
1,5 km (+ 1,5 km Rückweg)
Dauer:
1.30 Std.
Beschreibung:

Der kleine Pfad, der bei Ribeiro Frio an der Regionalstraße E.R. 103 beginnt, folgt der Levada da Serra do Faial und führt zum Aussichtspunkt von Balcões. Auf dem Weg bieten sich uns schöne Aussichten auf das Tal Ribeira da Metade und die Gemeinde Faial. Am Aussichtspunkt von Balcões können wird das herrliche Szenario der vom Lorbeerwald bedeckten Täler genießen. Dieser ursprüngliche Wald der Madeira Inseln ist ein wichtiger „Wasserlieferant“ des hiesigen Ökosystems. Entlang der Levada wachsen vor allem endemische Pflanzen wie der Kanarenlorbeer (Laurus novocanariensis), der Madeira-Mahagoni (Persea indica) oder der Madeira-Fingerwurz (Dactylorhiza foliosa), aber auch so exotische Bäume wie Stieleichen (Quercus robur) und ahornblättrige Platanen (Platanus x acerifolia). Auf der Wanderung können wir auch verschiedene Vögel wie Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus madeirensis), Madeira-Buchfnken (Fringilla coelebs madeirensis), Mäusebussarde (Buteo buteo harterti) oder die äußerst seltenen Silberhalstauben (Columba trocaz) beobachten. Bei guter Sicht sind die zentrale Gebirgskette und die höchsten Berge Madeiras zu sehen, der Pico Ruivo, der Pico do Areeiro, der Pico Gato und der Pico das Torres.